Mittwoch, 9. November 2016

[Experimentelle Technik] Der Wormhole-WILD

Im englischen Lucid-Dreaming-Subreddit bin ich auf eine sehr interessante Variation der WILD-Routine gestoßen. Der Autor nennt sie die Wormhole-Method.
(Anleitung für einen Wormhole-WILD auf Englisch.)


Die Beschreibung

Wenn du bewusst einschläfst, um einen WILD zu bekommen, stelle dir vor, dass du dich durch einen windenden Wurmloch-Tunnel bewegst. Bildhaft sieht man das gut in den ersten paar Sekunden in diesem Video. Stelle dir vor, dass du dich recht schnell bewegst, aber nicht so schnell, dass das Visualisieren anstrengend wird. Dabei ist es nicht wichtig, wie bildhaft man visualisiert, wichtiger ist es, das Gefühl zu bekommen, dass man durch den Tunnel bewegt wird. Nach einiger Zeit wird sich das Gefühl verselbstständigen und man befindet sich  im Traum.


Der Autor hat mit dieser Methode sehr guten Erfolg. Er kann damit sehr zuverlässig Klarträume bekommen.


Kleine Variation

Dieser Tipp klingt sehr vielversprechend. Ich werde ihn bei meinen nächsten WILD-Versuchen ausprobieren und würde mich über ein Feedback in den Kommentaren sehr freuen.

Ich vermute, dass es deutlich leichter fällt, den Tunnel zu visualisieren, wenn man vorher sehr intensive und bildgewaltige Videos von psychedelischen Tunneln ansieht.


Tunnel 1; Tunnel 2; Tunnel 3; Tunnel 4
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Games meine Hypnagogien sehr beeinflussen. Sehr gut eignen sich die Spiele F-Zero, Wipeout HD und Inner Tube, in denen man Raumschiffe durch Tunnel steuern muss.

Siehe auch:

Hypnagoge Bilder hervorrufen
Der Counting-WILD
3D-Hypnagogien durch Videos
Visualisierungstraining












Donnerstag, 3. November 2016

[Review] Das Klartraum-Bootcamp



Alex von Traumlektuere.com hat freundlicherweise ein Review zu meinem Ebook 'Das Klartraum-Bootcamp' verfasst. Ich freue mich sehr, ihre Erfahrungen hier veröffentlichen zu dürfen.








Meine Erfahrungen zu Pygars Klartraum-Bootcamp

Laut Pygar bin ich eine der wenigen, die seinen »Klartraum-Bootcamp« bis zum Schluss »durchgehalten« haben.
Wobei ich persönlich anmerken muss, dass ich mich zu keinem Zeitpunkt dieser knapp 2,5 Monate weder dazu gezwungen gefühlt habe noch demotiviert an die Sache rangegangen bin.
Vielleicht besteht das Geheimnis vor allem darin, mit offenem Gemüt die jeweiligen Wochen-Aufgaben zu absolvieren und nicht mit dem konstanten Druck im Hintergrund, wie: »Ich will heute noch meine Traumerinnerung verbessern!« bzw. »Ich will schnellstens meine Klartraumanzahl erhöhen!«.
Ich bin eine relativ frequente Klarträumerin - ich träume zwar nicht jede Nacht klar, dafür mehrmals pro Nacht, und weiß inzwischen, wie leicht bzw. häufig die Klarträume in meinem Leben spontan vorkommen bzw. sich induzieren lassen.
Den Bootcamp habe während einer gelegentlichen »Durststrecke«, wie sie im Leben eines jeden Klarträumers vorkommt, durchgeführt. Das bedeutet, ich hatte nur einen Klartraum pro Woche bzw. mindestens zwei im Monat. Der Zeitpunkt war daher aussichtsreich, etwas Neues auszuprobieren und zu testen, ob ich mit Pygars Vorschlägen in meine übliche Routine zurückkehren kann.
Nach den zehn Wochen im Bootcamp habe ich festgestellt, dass besonders durch die Routenmethode die Traumerinnerung rapide zunimmt. Ich bin keine Langschläferin, schlafe sechs bis maximal acht Stunden täglich und habe mich im Verlauf des Bootcamps häufig an bis zu vier Träumen pro Nacht erinnern können, was zu meinen üblichen Spitzenwerten zählt.
Vor allem habe ich die nachhaltige Wirkung des Jonglierens unterschätzt: Nachdem ich unter Qualen einer tollpatschigen Frau diese Kunst innerhalb von neun Bootcamp-Einheiten beherrschen lernte, stellten sich überraschende Ergebnisse in Bezug auf meine Traum- und Meditationswelt ein: Es traten verstärkt falsche Erwachen, Hypnagogia und hypnopompe Eindrücke, Schlafparalyse sowie Astralsicht auf.
Diese Anzeichen deutete ich erfahrungsgemäß als günstige Vorboten für AKEs bzw. WILDs. Daher modifizierte ich meine Klartraumpraxis und konzentrierte mich von nun an ausschließlich auf das WILDing.
Aus diesem Grund rate ich denjenigen, die sich an den Bootcamp heranwagen, die auftretenden Symptome sowie Erfolgserlebnisse genau zu dokumentieren und ggf. ebenfalls auf das WILDing umzusteigen. Ich habe den Eindruck gewonnen, dass das Jonglieren in Kombination mit den kreativen Schreibtätigkeiten ab Woche sieben eine schnellere und gleichzeitig konzentrierte Entspannung begünstigen, welche für wachinduzierte Klarträume und außerkörperliche Erfahrungen von Vorteil sind.
Nach Ablauf des Bootcamps kann ich mir vorstellen, dass auch angehende Klarträumer mit hoher Wahrscheinlichkeit ihren ersten Klartraum erleben werden, indem sie Pygars Anweisungen befolgen und nach Bedarf abändern, wenn beispielsweise SSILD dauerhaft keine Erfolge bringt. Der Zeitraum von zehn Wochen lässt das Vorkommen des ersten Klartraums realistisch erscheinen.
Ich empfehle, diesen Bootcamp unter Führung eines Tagebuchs durchzuziehen und darauf zu achten, ob die eigenen Träume an lebhaften Inhalten zunehmen bzw. präluzide Träume auf dem Weg zur Luzidität auftreten.
Der Bootcamp hat sich als eine gelungene »Auffrischungskur« in Bezug auf meine eigene Klartraumfähigkeit erwiesen. Dadurch habe ich meine Trockenphase überbrücken und meine Klartraumanzahl auf rund sechs pro Woche steigern können.
Meiner Erfahrung nach empfehle ich den Praktizierenden, den Bootcamp zusätzlich mit regelmäßigem Üben für einen WILD bzw. DEILD-Ketten zu kombinieren. Mir scheint, dass mit dem flüssigen Schreiben in den letzten Wochen ein nahezu fließender Übergang in die Traumwelt stattfindet.




Alex, »Traumlektüre«

Mittwoch, 21. September 2016

Zen Dog - Ein Film mit Klartraumthematik


 Über eine Kickstarter-Kampagne wurde ein Independent-Film über das Klarträumen möglich: Zen Dog
Trapped by daily routine, a man experiences complete freedom by dreaming himself across the country in a psychedelic Volkswagen with the guiding words of philosopher Alan Watts. 






Siehe auch:

Mehr Informationen auf Kickstarter
Zen Dog in der IMDB
Offizielle Website









Dienstag, 20. September 2016

Klarträumen: Explain like I am 5

Klarträumen: Explain like I am 5

Jeder Mensch träumt jede Nacht. Man träumt sogar mehrmals. Wusstest Du, dass die meisten Säugetiere träumen? Vielleicht hast du schon mal eine Katze oder einen Hund gesehen, wie sie im Schlaf die Krallen bewegen. Aber auch Ratten und Mäuse träumen. Manchmal hat man schöne oder spannende Träume, manchmal nicht so schöne. Manche Menschen erinnern sich jeden Morgen an ihre Träume, andere erinnern sich seltener oder gar nicht. Manche wollen das auch gar nicht, weil sie sich nicht so für ihre Träume interessieren. Andere finden es spannend und möchten sich an ihre Träume erinnern. Das kann man üben, dazu kommen wir später noch.


Die meisten Menschen denken während sie träumen, dass das, was sie gerade erleben, ihnen wirklich passiert. Sie glauben, dass sie gerade wach sind und dass alles real ist. Erst wenn sie aufwachen, bemerken sie, dass sie gerade geträumt haben. Das ist aber nicht bei allen so. Manche Menschen wissen, dass sie träumen schon während sie träumen. Das nennt man dann einen Klartraum. Wenn man einen Klartraum hat und weiß, dass man träumt, dann kann man sich frei entscheiden, was man im Traum machen möchte. Man kann alles ausprobieren, was man möchte. Auch fliegen oder zaubern.


Warum können manche Leute das und andere nicht? Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass jeder lernen kann, solche Träume zu haben. Sie können auch erklären, warum manche Menschen erkennen können, dass sie gerade träumen. Es gibt nämlich einen ganz bestimmten Bereich im Gehirn, der alles, was man sieht oder hört, überprüft und versucht, es logisch zu begründen. Man nennt den Bereich auch „präfrontalen Cortex“. Das ist wie ein kleiner Mann im Kopf, der zu allem, was du siehst entweder sagt: „Ja, das kenne ich, das ist normal“. Oder er sagt: „Das kenne ich nicht! Warum ist das so?“. Wenn du zum Beispiel in die Schule gehst  und dein Lehrer oder deine Lehrerin plötzlich grüne Haare hat, dann regt sich dein präfrontaler Cortex und du wunderst dich und fragst dich, wie das passieren kann. Bei den meisten Menschen ist dieser Bereich im Schlaf nicht mehr so aktiv wie tagsüber und sie denken sich dann: „Ja, das wird schon stimmen, das ist bestimmt normal“. Auch wenn sie von fliegenden Pferden träumen.

Kritisches Bewusstsein

Wenn du das Klarträumen lernen möchtest, dann solltest du diesen kleinen Mann im Kopf trainieren, damit er ein richtiger Muskelprotz wird. Jedes Mal, wenn du dich gründlich fragst, ob alles so richtig ist und ob alles um dich herum auch logisch und normal ist, bekommt der kleine Mann ein wenig Training ab. Deshalb solltest du dir angewöhnen, dich jeden Tag ungefähr zehn- oder zwanzigmal zu fragen: „Ist das alles logisch oder könnte es sein, dass ich gerade träume?“ Das solltest du über den Tag gleichmäßig verteilt machen. Und nach ein paar Tagen oder Wochen ist dann der kleine Mann im Kopf so stark, dass er sogar im Schlaf noch Sachen überprüft und sich wundert. Für sehr unlogische Sachen solltest du ihm die Erklärung bereitlegen: „Das ist so, weil ich gerade träume“. Das solltest du dann sehr genau überprüfen. Wenn du ganz sicher sein willst. Um das genau zu überprüfen kannst du zum Beispiel deine Finger zählen. Im Traum hat man nämlich oft mehr oder weniger Finger an der Hand. Wenn man die Finger zählt und plötzlich sieben an der Hand hat, dann kann man sich ganz sicher sein, dass man gerade träumt. Eine andere Methode ist auch, sich die Nase zuzuhalten und versuchen zu atmen. Wenn das klappt, dann weißt du, dass du gerade träumst.

Traumtagebuch

Wichtig ist auch, dass du dich morgens an deine Träume erinnern kannst. Je besser du dich an die Träume erinnerst, umso wahrscheinlicher ist es auch, dass du einen Klartraum bekommst, wenn du die anderen Übungen fleißig machst. Man kann gut üben, sich an seine Träume zu erinnern, indem man jeden Tag am Morgen aufschreibt, was man in der Nacht geträumt hat. Man kann auch ein Bild davon malen oder sich mit seinen Freunden darüber unterhalten, was man geträumt hat. Noch besser klappt es, wenn man sich am Abend schon Papier oder ein Heft bereitlegt, in das man seine Träume dann aufschreiben oder aufmalen will. Es bringt auch was, wenn man sich fest vornimmt, dass man sich an seine Träume erinnert und sich beim Einschlafen immer wieder denkt: „Ich kann mich gut an Träume erinnern“. Man kann sich auch noch vornehmen, dass man in der Nacht einen Klartraum bekommt.

WBTB

Manchmal wacht man mitten in der Nacht auf, zum Beispiel weil man aufs Klo muss. Wenn man aufwacht, dann ist der kleine Mann, der alles überprüft, auch wach und aktiv. Wenn man sich dann hinlegt und weiterschläft, dann bleibt der kleine Mann noch eine Zeit lang aktiv, auch wenn man schon wieder eingeschlafen ist und schon träumt. Deshalb kann es auch gut passieren, dass man dann in so einem Fall einen Klartraum bekommt. Noch aktiver wird der kleine Mann, wenn man in der Nacht etwas länger wach bleibt. Vielleicht eine halbe Stunde oder eine Stunde. Manche stellen sich sogar extra dafür einen Wecker in der Nacht. Der weckt einen dann ungefähr drei Stunden, bevor man eigentlich aufstehen muss.  Natürlich sollte man, wenn man mitten in der Nacht für eine halbe Stunde wach bleibt, auch früher ins Bett gehen. Oder man macht das nur am Wochenende, wenn man am nächsten Tag nicht in die Schule gehen muss. Während du wach bist, kannst du schon ein paar Träume aufschreiben oder aufmalen. Jetzt hast du alles gemacht, damit der kleine Mann noch aktiver ist, als wenn du nur kurz wach gewesen wärst.


Wenn man all die Übungen jeden Tag fleißig macht, dann bekommt man schon bald einen Klartraum. Manche brauchen nur ein paar Tage dafür. Andere brauchen etwas länger, zum Beispiel ein paar Wochen.

Siehe auch:

Luzides Träumen erlernen - ein kurzes Tutorial
Das Klartraum-Ferienprogramm

Dienstag, 9. August 2016

Düsseldorf 11.08.2016: Luzides Träumen - Semesterpräsentation des Institue of Design

Am Donnerstag, den 11.08. findet eine Semesterpräsentation mit Vortrag, Diskussion und Workshop zum Thema Klarträume und Virtual Reality statt:


http://www.nrw-forum.de/ausstellungen/planet-b

11.8. | 11-13 Uhr
Luzides Träumen Semesterpräsentation des Institute of Design Düsseldorf (IND)


11.8. | 13-18 Uhr
Luzides Träumen vs. Virtuelle Realität - Vortrag, Diskussion, Workshop


Studenten des IND Düsseldorf präsentieren ihre Semesterarbeiten im Kurs Interface Design zum Thema Luzides Träumen vs. Virtuelle Realität. Die im Kurs entstandenen Projekte beleuchten das Thema, zeigen Chancen und Gefahren der Technologie auf und geben durch experimentelle Objekte und Installationen einen Ausblick auf die Zukunft des Traumes. 
https://digitale-spielewelten.de/magazin/gaming-interfaces-vr-nrw-forum-dusseldorf-planet-b/28

Freitag, 29. Juli 2016

Rhythm Napping Timer Files

Rhythm Napping ist eine relativ neue Klartraumtechnik, die sehr schnell und sehr zuverlässig Erfolge bringen soll. Das Kernstück der Technik ist der Timer, eine MP3-Datei, die die Träumenden beim Wilden in regelmäßigen Abständen weckt. Danach versucht man, bewusst wieder einzuschlafen und zu träumen oder man baut den Signalton in seinen Traum ein. Genau wird die Technik im Klartraumforum.de erklärt.


Wie Rhythm Napping funktioniert (Kurzfassung)

Schritt 0: Lade dir einen Rhythm-Napping-Timer, z.B. einen der beiden, die du am Ende dieses Artikels findest, herunter.


Schritt 1: Gehe am Abend ganz normal zu Bett, stelle dir aber den Wecker etwa zwei bis drei Stunden früher, so dass du etwa 4 bis 6 Stunden Schlaf bekommst. Stehe mit dem Wecker auf und bleibe etwa 3 Minuten wach. Während dieser Zeit kannst du einen leichten Snack zu dir nehmen oder etwas trinken. Um richtig wach zu werden, kannst du dein Gesicht mit kaltem Wasser waschen. Lege dich am Ende der 30 Minuten wieder hin


Schritt 2: Nimm deinen MP3-Player oder dein Smartphone und starte den Timer. Der Timer sollte laut genug eingestellt sein, dass er dich wirklich weckt.


Schritt 3: Entspanne dich und versuche, einzuschlafen. Jedes Mal, wenn du vom Timer geweckt wirst, bleibe still liegen und versuche, bewusst einzuschlafen. Der Timer wird dich in regelmäßigen Abständen immer wieder aufwecken. Bei jedem Signalton hast du eine neue Chance, bewusst in den Traum zu gleiten. Wenn es dir beim ersten Mal nicht gelingt, mach dir nichts draus: Du hast mehr als genügend weitere Gelegenheiten.



Bislang habe ich keinen Rhythm-Napping-Timer gefunden, der mir persönlich gefallen hat, deshalb habe ich mit Audacity einen erstellt.

Wichtig war mir:
  • Das Signal ertönt am Anfang der Datei mehrmals, damit man die Lautstärke einstellen kann. Es sollte so laut sein, dass man am Anfang noch geweckt wird, jedoch nicht unangenehm. 
  • Das Signal ist relativ kurz. Ein zu langes Signal finde ich störend. 
Als Signal habe ich eine Klangschale verwendet. 

Kurzer Rhythm-Napping-Timer  (ca. 25 min)

Dieser Timer eignet sich besonders für ein Nap am Nachmittag.

Download - Pygar's Lunch Break

Langer Rhythm-Napping-Timer (ca. 1h 44min)

Dieser Timer eignet sich, wenn man nach einem WBTB aussschlafen kann. Es wurden die von Saltcube empfohlenen Zeitintervalle (je 8, 4, 8, 12, 16 ,20, 20, 4, 4, 4, 4 Minuten) verwendet.

Download - Pygar's WBTB - Bowl

Siehe auch:
Beschreibung der Technik im Klartraumforum.de
Rhythm Napping File von Nicolas und Thomas