Montag, 22. August 2011

Schritt 3: Der WILD - Teil 2

Im letzten Post wurde eine grundlegende Technik zum Erlangen des Klartraums mit der WILD-Technik beschrieben, die 'Bildtechnik'.
In der Literatur (vlg. Toley, LaBerge u.A.) werden weitere Techniken erwähnt, von denen ich die wichtigsten, bekanntesten und meistversprechenden aufführen möchte:

Die Körpertechniken
Tholey beschreibt in Schöpferisch Träumen zwei Körpertechniken, die sich ein wenig unterscheiden. Beiden gemeinsam ist, dass man während des Einschlafvorgangs auf den Körper ohne Anstrengung achtet. Zu verkrampfte Anstrengung und Konzentration ist zu vermeiden, statt dessen sollte man ein Gefühl des entspannten Beobachtens kultivieren.
Mit ein wenig Übung stellt sich dieses Gefühl der anstrengungslosen Achtsamkeit, ähnlich wie bei der WILD-Technik mit den hypnagogen Bildern, recht schnell ein.

Die Zweikörpertechnik:
Ruht die Aufmerksamkeit des Träumers nun entspannt auf dem Körper, so kann sich ein Gefühl einstellen, man habe einen zweiten Körper. Der erste Körper wird im Zuge des Einschlafens immer schwerer und es können durch die hypnagoge Phase lustige Phänomene auftreten. So kann das Gefühl, das Bett würde sich drehen auftreten, man kann eine Schaukelbewegung spüren oder ein Gefühl, man befinde sich in fahrenden einem Aufzug. Ich kann mich an eine Zeit erinnern, da war ich mir beim Einschlafen immer absolut sicher, meine Hand läge mit der Handfläche nach oben, beim Bewegen spürte ich aber, dass sie mit der Handfläche  nach unten lag.

Mit zunehmender Nähe zum Schlaf kann es sein, dass man spürt, wie der physische Körper immer schwerer und starrer wird während sich ein weiterer Körper bildet, der langsam nach oben schwebt oder durch das Bett hindurchsinkt.
Jetzt hat man es fast geschaft: Jetzt heißt es wieder, das Bewusstsein um den Traum aufrecht zu halten und zu genießen.

Das Starrwerden des Körpers , die sogenannte Schlafparalyse muss nicht zwingend erlebt werden. Wenige Träumer berichten davon, dass sie in der Schlafparalyse feststecken und sich nicht bewegen können.
 An sich ist dieser Zustand vollkommen harmlos, er passiert quasi jede Nacht vor jeder REM-Phase, um zu verhindern, dass man das ausführt, wovon man gerade träumt.
Unvorbereitet kann das etwas erschreckend wirken, es besteht aber kein Grund zur Sorge, spätestens der Wecker oder das Ende der REM-Phase wird diesen Zustand unterbrechen.

Die Ein-Körper-Technik:
Je nach Träumer kann es auch sein, dass das Erleben der der zwei Körper nicht gleichzeitig auftritt. So können die hypnagogen Körperempfindungen immer intensiver werden und sofort in ein geträumtes Ebenbild des Körpers münden.
Mit diesem kann man ebenfalls aufstehen, nach oben, unten oder zur Seite fliegen. Mit ein wenig Übung stellt sich ein Gefühl der Sicherheit ein, wann man jetzt genau beginnen kann, in das Erleben einzugreifen und wie man das macht, ohne den Traumzustand zu stören. Manche Träumer stehen wie gewohnt auf, andere wünschen sich einfach nach oben, unten oder zur Seite.

So weit, so gut für heute. Morgen geht es weiter mit weiteren WILD-Varianten.

FAQ:
F: Handelt es sich hierbei um eine Astralreise oder eine OOBE?
A: Es gibt eine Vielzahl von Büchern, die das Thema Astralreisen oder OOBEs zum Thema haben. Die WILD-Techniken, vor allem die Körpertechniken haben große Ähnlichkeit mit den in der grenzwissenschaftlichen Literatur beschriebenen. Letzten Endes bleibt es für jeden eine Glaubenssache, ob es einen vom physischen Körper unabhängigen Körper gibt oder nicht.
Dieses Thema ist wie alle Glaubenssachen ziemlich heiß und emotional aufgeladen, sowohl von der einen als auch von der anderen Seite. Verlässliche Studien liegen recht wenige vor, in den Lucidity Letters von Stephen LaBerge findet sich eine Studie, die zu keinem eindeutigen Ergebnis kommt.

Das Problem ist auch, dass man es nicht eindeutig widerlegen kann, so wie es an sich unmöglich ist, die Nichtexistenz des Pumukls zu beweisen. Ein eindeutiger Beweis bräuchte eine ausreichende Anzahl Versuchsteilnehmer, die die Außerkörperliche Erfahrung willentlich hervorrufen können und eine ziemlich penible statistische Analyse, die die Berichte auf Wahrheitsgehalt hin überprüft und mit Zufallstreffern abgleicht.

F: Ist gelegentlich auftretendes, schnelles Herzklopfen normal:
A: Das ist eine Begleiterscheinung der Entspannung und tritt bei Menschen mit niedrigem Blutdruck auf. Hier  findet man einige Informationen darüber.

F: Wenn ich kurz vor dem Übergang bin, schrecke ich plötzlich auf
A: Dieses Problem sollte sich nach einigen Tagen der Übung legen. Entspannungsübungen, Stretching usw. vor dem Einschlafen können das Problem lindern.

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