Montag, 29. August 2011

Schritt 3: Der WILD - Teil 4

Von den WILD-Techniken gibt es eine Vielzahl von Variationen und Ergänzungen.

Der HILD
Haggart's Induced Lucid Dream ist nach seinem Erfinder Haggart aus dem LD4All-Forum benannt, wobei die Bezeichnungen Hand Induced Lucid Dream oder 'die Pianotechnik' auch verwendet werden.
Hand- und Pianotechnik deshalb, weil man während des Einschlafvorgangs nicht still daliegt wie beim normalen WILD, sondern die Finger bewegt. Aber der Reihe nach:

1. Der erste Schritt ist wie bei den meisten WILD-Varianten das WBTB. Also man stellt sich den Wecker so, dass man zwischen 3 und 6 Stunden Schlaf bekommt. Bei dieser Technik bietet es sich an, etwas müder zu sein als bei den anderen Varianten, da die Bewegungen zusätzlich etwas wacher machen.

2. Nach einer kurzen Wachphase legt man sich wieder ins Bett. Am besten ist es, wenn man sich richtig müde fühlt, so dass man gut und schnell einschlafen kann.
Und jetzt kommt die Hand ins Spiel: man beginnt, mit den Fingern eine kleine, fast unmerkbare Bewegung durchzuführen, beispielsweise als spiele man Klavier, aber nur so gering, dass die Bewegung kaum wahrnehmbar ist. Diese Bewegung hält das Gehirn etwas wacher, aber nicht zu wach. Hier ist wieder etwas Erfahrung, Übung und Fingerspitzengefühl gefragt. Aber nach ein paar Versuchen hat man es drauf.
Diese Bewegung führt man ca. zehn bis 30 Sekunden lang durch, um danach einen Reality Check durchzuführen. Reality Checks waren ja Handlungen, die man im Wachleben nicht durchführen kann, aber die im Traum Ergebnisse liefern, die eindeutig auf einen Traum hindeuten. Der klassische RC ist es, durch die Nase zu atmen, obwohl man sie zuhält, was bei dieser Technik leicht von Nachteil ist, da man wieder etwas wacher wird. Das sollte sich aber nach einigen Versuchen auch einspielen, so dass die Bewegung mit dem Arm das Einschlafen kaum noch beeinträchtigt. Alternativen wären z.B. zu versuchen, mit geschlossenem Mund auszuatmen (Hamsterbacken) oder sich einfach nach oben schweben zu lassen.

Während des Klavierspielens braucht man auch nicht an irgendetwas zu denken oder zu visualiseren, es reicht einfach wie beim normalen Einschlafen dazuliegen.
Wenn der RC den Traum zeigt, kann man den Traum starten indem man aufsteht / losfliegt. Zur Stabilisierung des Traumes kann man bewusst etwas geistigen Input suchen: Händereiben, Sich schnell drehen, interessiert in der Gegend umschauen...
Ist man noch wach, so kann man noch etwas liegen bleiben, um müder zu werden und es dann  noch ein- oder zweimal versuchen.
Hat man keinen Erfolg, sollte man sich die Ruhe gönnen und einfach normal einschlafen. Verbissenheit bringt vor allem bei so subtilen Künsten wie dem Klarträumen recht wenig. Disziplin jedoch zahlt sich aus - mehrere Versuche sollte man sich schon geben.

Anmerkungen:
  • Manche Leute berichten von guten Erfolgen, wenn sie sich die Bewegung nur vorstellen, an statt sie tatsächlich auszuführen.
  • Nach dem erfolgreichen Übergang in die Traumwelt sollte man ruckartige Bewegungen am Anfang vermeiden, um nicht rausgekickt zu werden.


Eine sehr gute Beschreibung der Technik findet man unter:


http://www.klartraum-wiki.de/wiki/HILD

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