Samstag, 13. August 2011

Spontane Klarträume

Spontan auftretende Klarträume, also Klarträume ohne Training, einfach so sind gar nicht mal so selten. Je nach Umfrage variieren die Anzahl der Leute, die jemals einen Klartraum hatten, zwischen 8 und 82 %.

Manche Menschen träumen seid ihrer Kindheit klar und sich dann ganz verwundert, wenn man sie auf die Seltenheit dieser 'Gabe' anspricht, andere brauchen nur einmal zu hören, dass es ein Phänomen wie das Klarträumen gibt und schon haben sie in der darauffolgenden Nacht einen.

Natürliche Klarträumer, also Leute, die regelmäßig und ohne Training regelmäßig klarträumen, habe ich jetzt drei kennengelernt. In meinem Bekanntenkreis gibt es gibt sicherlich noch mehr solcher Naturtalente, aber man fragt ja nicht jeden Menschen, den man kennenlernt, ob er weiß, dass er träumt, wenn er träumt.
Obwohl... sollte man vielleicht mal anfangen.

Bei anderer Gelegenheit habe ich einem Arbeitskollegen von meinen Versuchen und Erfolgen berichtet, im Traum klar zu werden. Er nahm das mit Interesse zur Kenntnis, hat sich aber nicht weiter damit beschäftigt.
In der darauf folgenden Nacht hatte er dann einen Klartraum ohne etwas dafür tun zu müssen.

Mir ist es ohne Training und ohne dass ich explizit vom Klarträumen gewusst hätte dreimal in neun Jahren passiert.
Das erste mal war ich ca. 16 Jahre alt und hatte mich im Zuge des Esoterikbooms der späten Neunziger mit Meditation befasst. (Damals war Esoterik noch nicht so ein Schimpfwort wie heute :) )
Und so begann ich auch meine Träume aufzuschreiben und hatte folgenden Traum:

Ich befinde mich in der Kirche meiner Geburtsstadt. Da ich mit Kirche nie groß etwas am Hut hatte, überlegte ich, wie ich die Zeit bis zum Ende am besten überbrücken könne. Auf einmal wusste ich, dass ich träume.
Voller Begeisterung stand ich auf und überlegte mir, was ich machen könne. Aber es muss schnell gehen, bevor ich erwache. Ich laufe zu einem Mann, der ganz andächtig in der Bank sitzt, packe ihm am Kragen und schreie ihn an: "Das ist ein Traum, du musst aufwachen!" Er ignoriert mich und ich gehe zur nächsten Person, packe sie ebenfalls am Kragen und versuche ihr klar zu machen, dass wir gerade träumen. Auch die dritte Person reagiert nicht, also gehe ich weiter und wache auf dem Weg nach draußen auf.

Dieses Erlebnis hat mich schon ziemlich begeistert und ich hätte es gerne noch häufiger gehabt. Leider hatte ich damals keine Ahnung, wie ich das Erlebnis hätte wiederholen können.
Ein Jahr später hatte ich wieder eine sehr kurze klare Episode.

Ich stand in einer recht kargen Herbstlandschaft. Vor mir lag eine weite Fläche mit vertrocknetem Gras und karger Erde. Auch hier wusste ich plötzlich, dass ich träume. Wie aus dem nichts kam die Erkenntnis, dass ich träume.
Sofort rief ich aus: "Unbewusstes, zeige mir meine größten Ängste!" und starrte zum Horizont. Und es passierte gar nichts.
Der Horizont veränderte sich nicht, nirgends kam etwas Angst machendes hervor.
Kurze Zeit später wachte ich auf.

Das Mittel für dieses Problem lautet Stabilisierungstechniken: Der Traum bleibt stabiler, wenn man für eine konstanten Strom von Sinneseindrücken sorgt. Z.B. indem man seine Hände aneinander reibt oder sich schnell im Kreis dreht.

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