Samstag, 3. September 2011

Schritt 3: Der WILD - Teil 7

Der WILD mit Unterstützung durch Reize von außen:

Rhythm Napping
Rhythm Napping scheint eine sehr vielversprechende Technik zum Erzeugen klarer Träume zu sein. Manche Oneironauten haben schon beim ersten oder nach sehr wenigen Versuchen Erfolg damit, andere brauchen eine kurze Eingewöhnungszeit. Es kann vorkommen, dass man sich durch dieses ungewohnte Schlafverhalten den Morgen danach ziemlich kaputt fühlt. Das gibt sich aber nach einigen Versuchen.


Populär wurde diese Technik durch Saltcube, ob der Betreiber Nick Newport auch der Erfinder ist, ist mir nicht bekannt.

 
Durchführung
Vom Prinzip her ist diese Technik sowohl einfach als auch genial:
Nach dem WBTB versucht man bewusst einzuschlafen und lässt sich von einem Timer in regelmäßigen Abständen wecken, um so in einen Zwischenbereich von Schlafen und Wachen zu gelangen und dort zu bleiben.

Der Timer
Zu erst benötigt man den sogenannten Timer, der einen in regelmäßigen Abständen mit einem Geräusch weckt.
Bei Saltcube oder hier können unterschiedliche MP3-Dateien oder ein frei programmierbarer Flash-Timer für PC, Playstation Portable oder das Iphone heruntergeladen werden.
Auch der Lucidweaver hat eine ähnliche Funktion eingebaut. Mittlerweile ist er nur noch als kostenpflichtige App erhältlich. Früher konnte man ihn kostenlos als Java-Datei für ziemlich jedes Handy herunterladen.

Oder aber man erstellt mit einem Audioeditor wie Audacity einen vollkommen individuellen Timer. 

Das WBTB
Nun geht man über zu Schritt 2, dem WBTB. Das WBTB ist schon eine Kunst für sich, in der jeder für sich selbst die optimale Schlaflänge und die Dauer der Wachperiode finden muss. Braucht man danach zu lange, um wieder einschlafen zu können, sollte man die Wachzeit und Schlafzeit reduzieren, schläft man zu schnell ein, sollte man die Wachzeit ausdehnen.

Das Napping
Jetzt geht es Back To Bed. Ausgerüstet mit einem MP3-Player oder ähnlichem legt man sich ins Bett. Ein MP3-Player hat den Vorteil, dass der Weckton durch die Kopfhörer keine anderen Personen im Haus stört wie es Lautsprecher tun würden. Wichtig sind gute und bequeme Kopfhörer, die den eigenen Schlaf nicht stören und sich bequem tragen lassen, wie beispielsweise die von Koss the Plug.
Die meisten MP3s beginnen mit dem Wecksound, damit man Gelegenheit hat, die Lautstärke optimal einzustellen.
Hier ist wieder etwas Anpassungsarbeit vonnöten. Der Wecksound sollte so laut sein, dass er den Schlaf zwar zuverlässig unterbricht aber einen nicht aufschrecken lässt.

Nun versucht man, klar einzuschlafen und zu träumen. Wenn man im ersten Zeitabschnitt einen Klartraum hat, dann ist das gut. Schläft man trüb ein, so wird man nach dem ersten Zeitintervall durch den Timer geweckt und hat eine weitere Chance. Da man frisch aus dem Schlaf kommt, ist die Chance auf einen bewussten Übergang größer.
Wichtig ist, jetzt ganz ruhig liegen zu bleiben und sich nicht zu bewegen, um so das Wiedereinsteigen in den Traum zu erleichtern. Saltcube sagt sogar, dass nicht einmal die Augen bewegt werden sollten.
Jetzt können interessanten Effekte auftreten, beispielsweise das Gefühl, eine Welle aus 'Energie' würde den Körper durchströmen oder man fühlt sich plötzlich auf dem Bauch liegend, obwohl man auf dem Rücken eingeschlafen ist. 

Also dann: Gute Nacht und klare Träume!

P.S.: Eine sehr gute deutsche Anleitung findet man bei Klartraumforum.de.

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