Freitag, 4. November 2011

Klarheit erhöhen: aufrecht schlafen

In der Umgewöhnungszeit zum polyphasischen Schläfer bin ich im Sitzen immer mal für einige Sekunden weggenickt, bevor mich mein Gleichgewichtssystem wieder aufgeweckt hat. Meistens hatte ich in dieser extrem kurzen Zeit, die ich effektiv geschlafen habe, einen Traum. Manchmal konnte ich sogar bewusst und klar in diesen Traum einsteigen.
Wenn ich mich aber in Vorfreude kommende Träume hingelegt habe, dann habe ich einfach durchgeschlafen, manchmal sogar komplett ohne Traumerinnerung.
Irgendetwas scheint die Position, in der man schläft, zu machen.

Auch Robert Monroe, der Pionier der außerkörperlichen Erfahrung, schreibt im Beiblatt zu seinen ÜbungsCDs, wenn man bei den Übungen vom Schlaf übermannt wird, solle man die Übungen im Sitzen ausführen.

Der HealthXL-Blog liefert eine mögliche Erklärung: Sobald der Kopf im Gegensatz zum Körper erhöht liegt, schüttet der Körper vermehrt Noradrenalin und Adrenalin aus, eigentlich zwei Neurotransmitter, die die Wachheit steigern, aber auch eine wichtige Rolle beim Träumen und vor allem beim Klarträumen spielen.

Sabine, eine Userin des Klartraumforums, hat mit einigen weiteren Usern eine weitere interessante Entdeckung gemacht: das Dandam


ein Dandam [1]  
Hierbei handelt es sich um einen Stock, der eigentlich während einer Meditation verschiedene Körperteile wie etwa den Arm an Ort und stelle halten soll. Als Klarträumer kann man diesen ein wenig zweckentfremden und ihn zum WILDen benutzen, quasi um sich in den Schlaf und Klartraum zu meditieren.

Man setzt sich in indischer Haltung hin und stützt seinen Kopf auf, um sich zu stabilisieren. Jetzt versucht man, in dieser Position einzuschlafen. Am besten eignet sich hierfür das WBTB nach einigen Stunden Schlaf.
Die Dauer der wachen Zeit muss man individuell anpassen, um in der recht ungewohnten Position in den Schlaf zu finden.

Sollte man regelmäßig meditieren, so ist es am besten, beim Dandam-WILD eine komplett andere Meditationsmethode zu verwenden, da man sonst die Meditation auf Schlaf und Müdigkeit konditioniert, was üblicherweise nicht erwünscht ist.

Man braucht auch nicht zwingend ein extra dafür vorgesehenes Dandam. Für erste Versuche reicht es schon aus, im Sitzen ein Bein anzuziehen und den Kopf aufs Knie zu legen oder einen entsprechend langen Gegenstand unter das Kinn zu legen und gegebenenfalls abzupolstern.

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