Dienstag, 29. November 2011

Traumarbeit: Die Objektivierung des Traums

Im Buch "Durch Traumarbeit zum eigenen Selbst" von Strephon Williams findet sich eine sehr vielversprechende Übung, um mit seinen Träumen zu arbeiten - 'Die Objektivierung des Traums'.
Ich war von dieser Übung bereits nach dem ersten Mal begeistert.

Williams ist Dozent für Jungsche Psychologie und für Transpersonale Traumarbeit - das verrät der Klappentext seines Buches.
Seine Traumarbeit nennt er Jung-Senoi-Methode, wobei er sich offensichtlich im Klaren ist, dass die Senoi nicht in dem Maße Traumarbeit betrieben, wie gelegentlich vermutet.

Nichtsdestotrotz hat er sehr effektive Techniken zusammengetragen und entwickelt, um sich seinen Träumen zu nähern.

Die Objektivierung des Traums
Die Objektivierung des Traums ist die erste Technik, mit der man die Traumarbeit nach Williams beginnt. Sie dient unter anderem dazu, eine gute Arbeitsgrundlage für weitere Traumtechniken zu schaffen, aber ich finde sie auch so sehr interessant und erhellend.
Von der Durchführung her ist die Methode der Objektivierung sehr einfach:
Nach dem Erwachen und Aufschreiben des Traumes arbeitet man eine Liste an Fragen schriftlich ab.

  • Wie handelt das Traum-Ich und was unterlässt es?  
  • Welche Gegensätze und welche Gemeinsamkeiten sind deutlich zu erkennen? Wie sind sie aufeinander bezogen?  
  • Welches sind die wichtigsten Symbole und wie hängen sie miteinander zusammen?
  • Welche Ereignisabfolgen handlungs- und gefühlsmäßiger Art gibt es?
  • Welche dynamischen Entwicklungstendenzen ergeben sich aus der Verallgemeinerung der wichtigsten Symbole?
  • In welcher Beziehung steht das Traum-Ich zu den wichtigsten Symbolen?
  • Welche Ausgangssituationen, Konflikte und ungelösten Probleme sind vorhanden?
  • Welche Lösungen und heilenden Umstände treten bereits im Traum auf?
  • Welche Beziehungs- und Lösungsmöglichkeiten wurden nicht realisiert und üssen deshalb noch verwirklicht werden? 
  • In welchem Zusammenhang steht dieser Traum zu anderen Träumen? Sind gewisse Symbole schon früher aufgetreten?
  • Wie ist der spezielle Charakter oder das Wesen des Traumes zusammenfassend zu beschreiben?
  • Was konnte man bis jetzt durch die Traumarbeit lernen?

Am besten kann man schon eine Seite mit diesen Fragen vorbereiten und vervielfältigen. Das hat den Vorteil, dass man nicht jedes mal die Fragen wieder abschreiben muss.
Alleine diese Beschäftigung mit dem Traum hat schon tief greifende Wirkungen.

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