Mittwoch, 11. Januar 2012

Traumarbeit: Das Traum-Ich beobachten

Das ist wieder eine Übung aus Strephon Williams Buch "Durch Traumarbeit zum eigenen Selbst".
Es geht bei dieser Übung, wie der Name schon sagt, darum sein Traum-Ich, also wie wir uns selbst im Traum sehen und uns verhalten, zu beobachten und aktiv mit ihm zu arbeiten.

Laut Williams ist das Traum-Ich, wenn man mit der Traumarbeit am Anfang steht, eher passiv und erleidet, erduldet die Erlebnisse im Traum.
Mit dieser Übung kann man sein Ich kennenlernen und stärken und so in der Wirklichkeit selbstbewusster zu agieren und zu reagieren. 
Mit einem starken und integrierten Ich kann man aktiver an der Gestaltung seines Lebens arbeiten und so zufriedener und erfüllter werden anstatt sich selbst im Weg zu stehen.

Die Durchführung der Übung

Der bewusste Teil
  1. Nach dem üblichen Aufschreiben des Traumes ins Traumtagebuch schreibt man noch einmal wörtlich auf, was man als Traum-Ich getan bzw. nicht getan hat. 
  2. Der zweite Schritt besteht darin, aufzuschreiben, was das Traum-Ich von Anfang bis Ende des Traums gefühlt hat.
  3. Nun wählt man einige charakteristische Stellen des Traumes aus und verallgemeinert, was man getan hat. Das kann in etwa so aussehen: "Das Traum-Ich vermeidet eine Konfrontation" oder "Das Traum-Ich stellt sich seinem Gegner"
  4. Anhand dieser Verallgemeinerungen sucht man Einstellungen und Glaubenssätze, die hinter diesen Handlungen stehen, etwa "Ich kann keine Konflikte lösen" oder "Es ist besser, sich Gegnern und Herausforderungen zu stellen."
  5. Die gefundenen Glaubenssätze kann man jetzt unter die Lupe nehmen: Welche Glaubenssätze bereichern mein Leben? Welche Einstellung zum Leben möchte ich haben?
  6. Die als negativ oder unbefriedigend empfundenen Einstellungen dem Leben gegenüber kann man in positive umwandeln bzw. umformulieren. So kann aus dem als negativ empfundenen 'Ich kann keine Konflikte lösen' ein 'Ich kann lernen, besser mit Konflikten umzugehen' oder 'Meine Fähigkeit, Konflikte zu lösen wächst jeden Tag' werden. 
Der unbewusste Teil
  1. Jetzt kann man den Traum neu schreiben. Wie verändern sich die charakteristischen Szenen mit den neuen, positiven, lebensbejahenden Einstellungen und Glaubenssätzen? Hier kann man der Fantasie freien Lauf und die Worte ungehindert fließen lassen. 
Viel Spaß!

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