Samstag, 17. März 2012

Schritt 1 - Traumerinnerung verbessern - Teil 5

Patricia Garfield gibt in ihrem Buch Kreativ Träumen einige weitere interessante Tipps, um die Traumerinnerung zu steigern.

Sie schreibt, dass es für eine lebhafte Erinnerung an einen Traum wichtig sei, direkt aus einer REM-Phase oder ganz kurz danach zu erwachen. Verpasst man die REM-Phase um gerade einmal fünf Minuten, so kann die Traumerinnerung deutlich darunter leiden.

Das Gute ist aber, dass bei vielen Träumern allein der Vorsatz ausreicht, nach einer REM-Phase aufzuwachen. So kann man  mit etwas Übung mehrmals pro Nacht erwachen um die Träume zu notieren.

Einen zusätzlichen Schub bekommt die Traumerinnerung, wenn man sich angewöhnt, beim Aufwachen still liegen zu bleiben und die Augen geschlossen zu lassen. In dieser Postition kann man alle Erinnerungen an den Traum im Geiste nochmal durchgehen.
 Wenn keine neuen Informationen kommen, kann man die Position noch ein wenig verändern. Manchmal kommen hierbei noch einige weitere Details.
Diese Aufwachroutine kann man auch einige Male im Wachen üben (vgl. 40 Sleep Hacks). 

Hat man nur ein vages Gefühl, irgendetwas geträumt zu haben, so kann man ebenfalls eine Weile liegen bleiben und entspannt versuchen, sich an die nächtlichen Erlebnisse zu erinnern. Wenn nach zwei bis drei Minuten nichts kommt, kann man noch den Trick versuchen und an die engsten Freunde, Verwandte und Bekannten denken. Manchmal löst das noch eine Flut von Erinnerungen aus.


Was macht man aber, wenn man mitten in der Nacht aus einem lebhaften Traum erwacht und ihn am besten aufschreiben möchte, aber doch irgendwie zu faul ist?
Meistens habe ich das Pech, dass der Traum dann meistens zum nächsten Morgen futsch ist.
Etwas Abhilfe bringt dabei die Routentechnik aus dem Gedächtnistraining. Patricia Garfield hat aber noch eine coolere Technik entwickelt:
Man benötigt dafür lediglich einen Block, etwas kleiner als DIN-A-4, und einen Kugelschreiber.

Wenn man nun also in der Nacht aufwacht und sich kaum bewegt hat, den Traum im Geiste durchgegangen ist und ihn jetzt soweit parat hat, dass man ihn aufschreiben könnte, lässt man die Augen immer noch geschlossen.
Aber wie kann man mit geschlossenen Augen leserlich schreiben?

Dafür nimmt man den Block quer und nutzt die linke Hand am linken oberen Rand des Blocks als Markierung für die erste Zeile. Dort beginnt man zu schreiben. Damit man nicht in der Zeile verrutscht, verwendet man den kleinen Finger am oberen  Ende des Blocks als Führung.
Am Ende wandert man mit der Hand nach links zum Zeilenanfang und beginnt etwas tiefer mit der zweiten Zeile, wobei der kleine Finger wieder als Führung wirkt.
So verfährt man, bis die Seite voll ist und kann ggf. eine neue Seite oder die Rückseite weiter verwenden bis man das Gefühl hat, genügend Details aufgeschrieben zu haben, um am nächsten Tag den Traum wieder rekapitulieren zu können.
Die Führung mit dem kleinen Finger erklärt auch, warum man keinen größeren Block als DIN-A-5 verwenden kann:
Für mehr reicht der kleine Finger einfach nicht.
Ich habe das mal im Wachen ausprobiert: die Schrift bleibt durch diese Technik wirklich überraschend leserlich, auch bei größeren Blöcken, von denen man dann nur die obere Hälfte der Seite verwenden kann.

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