Mittwoch, 20. Juni 2012

Mindmapping für die Traumerinnerung

Im Buch 'Use Your Memory: Understand Your Mind to Improve Your Memory and Mental Power' gibt Tony Buzan neben vielen Tipps zur Steigerung des Gedächtnisses durch Mnemotechnik auch den Tipp, seine Traumerinnerung durch Mind-Mapping und Traumtagebuch zu trainieren.
Über die Vorteile und das Führen eines Traumtagebuchs ist schon viel geschrieben worden, aber über den Einsatz der Mind-Maps zur Verbesserung der Traumerinnerung habe ich bei meiner Recherche wirklich wenig gefunden. Das heißt, dass sich ein sehr spannendes Feld für eventuelle Forschungen auftut.

Vorteile eines MindMaps

In der Schule wurden MindMaps nur kurz angesprochen und erwähnt, dass man damit unheimlich gut Informationen gliedern könne. Mangels Interesse habe ich diese Methode allerdings nicht weiter verfolgt.
Später stieß ich durch Tony Buzans Bücher wieder auf das Thema und kann bestätigen, dass man, für einen Vortrag, einen Aufsatz oder Ähnliches seine Gedanken wirklich gut sortieren kann. Im Laufe meines Studiums habe ich einige Vorträge so strukturiert und war wirklich zufrieden.
Ein wirklicher Vorteil ist für mich die leichte Ergänzbarkeit der Maps. Wenn ich etwa einen irgendetwas plane, sei es ein Aufsatz, ein Artikel, ein Posting oder ein Vortrag, dann springen meine Gedanken zwischen den einzelnen Themen und Unterthemen ziemlich wild hin und her. Durch die Baumstruktur des MindMaps kann ich jederzeit noch einen Punkt, der mir gerade einfällt, notieren, ohne dass ich dafür aus dem Fluss gerate oder irgendwo zwischen vorherige Zeilen kritzeln müsste.
Und genau hier liegt für mich der Vorteil beim Erinnern und Aufschreiben meiner Träume:
Wenn man nach einem langen Traum aufwacht, dann kann man diesen ersteinmal  strukturieren und in eine logische Reihenfolge bringen, ohne einzelne Aspekte zu vergessen.
Manchmal habe ich beim Aufwachen nur das Ende des Traumes im Kopf und erst beim Aufschreiben erinnere ich mich an weitere Details. Hier hat das MindMapping dem Fließtext gegenüber eindeutig die Nase vorn.

Das Erstellen eines Mind-Maps 

Ich schreibe MindMaps gerne mit der Hand. Dafür nehme ich eine karierte Seite eines Collegeblocks quer und beginne sofort nach dem Aufwachen mit dem Notieren.
In die Mitte wird das zentrale Thema oder die Überschrift, die man dem Traum geben könnte, geschrieben. Alternativ kann man ein kleines charakteristisches Bildchen zum Thema malen oder zeichnen.

Von diesem Kern zweigen sich strahlartig die einzelnen Unterthemen bzw. Schlüsselwörtern ab, an die wieder wie verzweigte Äste weitere Details angrenzen.

Buzan legt auf großen Wert darauf, gute Schlüsselwörter zu finden, nach denen man das Mind-Map strukturiert.
Mir scheint bei der in diesem Fall das Praktischste, wenn man die Aufzeichnung nach den jeweiligen Orten, in denen sich der Traum abspielte, gliedert.

In der folgenden Abbildung ist ein kleines MindMap eines fiktiven Klartraums zu sehen.

Abb.1: Beispielmindmap


Je nach Zeit, die ich zur Verfügung habe, kann das Mind-Map beliebig ausführlich werden. Am Wochenende blättere ich die Seite um und schlafe noch einmal eine Runde, wochentags muss ich zur Arbeit und übertrage den Traum abends in mein normales Traumtagebuch. 

Weitere Anwendungen

In 'Kopftraining' geht Tony Buzan hauptsächlich auf die Anwendung der MindMaps zur Vorbereitung von Referaten und Examensarbeiten ein. Auf S.127 berichtet er von einigen Studenten, die mithilfe der MindMap-Technik ihre Examensarbeit in einem Drittel der üblichen Zeit fertiggestellt haben und dabei eine bessere Note als erwartet bekommen haben.
Ebenso kann das MindMapping als zeitsparende Möglichkeit genutzt werden, bei Vorlesungen und Meetings mitzuschreiben.


Siehe auch:
Traumerinnerung verbessern I
Traumerinnerung verbessern II
Traumerinnerung verbessern III
Traumerinnerung verbessern IV
Traumerinnerung verbessern V
Schnelleres Traumtagebuch

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