Dienstag, 25. September 2012

Visualisierungstraining

Wie kann man seine Fähigkeit zur Visualisierung trainieren?

Manche Formen der Meditation oder Entspannungsreisen aber auch des mentalen Trainings im Sport, arbeiten mit visuellen inneren Bildern.
Manchen Leuten scheinen solche Visualisierungen mehr zu liegen als anderen. Sie können einfach die Augen schließen und in bildgewaltige Filme in 3D eintauchen.
Andere wiederum bringen auch nach langem Training gerade das Bild eines roten Dreiecks bei geschlossenen Augen hervor.
Machen diese Leute etwas verkehrt?
Vermutlich nein. Sie haben wahrscheinlich einen anderen dominanten Sinn. Mit diesem kann jeder herrlich innere Bilder erzeugen.

Wie finde ich meinen dominanten Sinn?
Was fällt einem leichter? Was kann man sich im Geiste am besten vorstellen?
Spaßeshalber kann man einmal versuchen, sich hintereinander a) ein Bild nach Wahl, etwa eine Sommerwiese oder einen Freund oder eine Freundin b) sein Lieblingslied oder c) eine taktile Empfindung, etwa das Gefühl einer Bürste auf der Haut, vorstellen.
Wenn man die Vorstellungskraft in seinem dominanten Sinn traininert, dann trainiert man die anderen Sinne ebenfalls mit.

Für Leute mit einem dominanten taktilen Sinn Robert Bruce ein sehr gutes Übungsprogramm namens New Energy Ways erstellt. 
Wer nicht an eine solche Energie glaubt, kann das Programm einfach als Visualisationstraining sehen.

New Energy Ways

Kleiner Tipp noch: Die Mundübung nie machen, bevor man eine rauchen geht.


Optische Visualisierungen

Wenn man gezielt seine Fähigkeit zur optischen Visualisierung trainieren möchte, gibt es einige gute Übungen, die sozusagen von Null anfangen und mit etwas Geduld und Disziplin sehr gute Ergebnisse bringen.
Dabei sollte man auf jeden Fall entspannt bleiben.
Viele machen den Fehler, die inneren Bilder durch Verkrampfen des Zwerchfells, des Nackens oder der Augen intensivieren zu wollen. Wenn man sich selbst dabei ertappt, sollt man am besten sich kurz ausschütteln, eventuell sich anders hinsetzten und nocheinmal von neuem beginnen. 

Das Nachbild beobachten:

Hierfür wählt man sich eine Gegenstand aus, mit dem man gerne Arbeiten möchte, etwa eine Blume, eine Uhr, wie es häufig in Meditationsbüchern empfohlen wird. Oder Bilder aus dem Playboy, ganz egal. Jedoch eignen sich für den Anfang starke Kontraste ein wenig besser.
Nun betrachtet man das Objekt der Wahl eine zeitlang und schließt danach die Augen. Für eine kurze Zeit bildet sich auf der Netzhaut ein Nachbild, das nach einigen Momenten verblasst.
Dieses beobachtet man still bzw. lenkt seine Aufmerksamkeit darauf. Mit einigem Training werden diese Bilder immer länger und intensiver andauern. Besonders gut funktioniert es bei mir, wenn ich etwas müde bin. Nach kurzer Zeit entwickeln die Bilder eine Art Eigenleben, eine Situation, die man gut für den WILD nutzen kann.

Die Feuerzeugmethode/ Blitzlichtmethode:

Diese Methode heißt Blitzlichtmethode, weil man bei ihr nur sehr kurz visualisiert. Wenn man in einem stockdunklen Raum sitzt und nur ganz kurz am Feuerstein eines Feuerzeugs dreht, erscheint der Raum einen winzigen Bruchteil einer Sekunde hell und man sieht etwas.
So kurz wird mit dieser Methode visualisiert.
Will man beispielsweise ein Pferd vor seinem inneren Auge erscheinen lassen, so schließt man die Augen, denkt sozusagen kurz an das Pferd und lässt es für den wie einen Blitz einfach erscheinen. Man macht sozusagen nichts, sondern lässt es einfach geschehen. Nachdem dieses Bild wieder verschwunden ist, kann man kurz warten und wieder ein Bild eines Pferdes erscheinen lassen. Hierbei ist wichtig, einfach entspannt zu bleiben und das Bild entstehen zu lassen. Man 'macht' nichts, sondern man sieht es einfach.
Wichtig ist auch hier, nichts zu erzwingen, sondern sobald man das Gefühl hat, es sei genug, auch aufzuhören und wieder weiterzumachen, wenn man sich dazu bereit fühlt.
Vom Prinzip hat diese Methode Ähnlichkeit mit Thomas Yuschaks 'Seeded Imagination' aus der von ihm entwickelten WILD-Variation 'Link Breaking down the wall'.

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