Dienstag, 4. September 2012

Wissenschaftler nehmen Einfluss auf die Träume von Ratten


Forschern am MIT ist es gelungen, bei Ratten Einfluss auf die Träume zu nehmen.
In der Studie hinter dem meiner Meinung nach etwas reißerischen Titel ist es einigen Wissenschaftlern gelungen, über externe Reize Einfluss auf den Trauminhalt von Laborratten zu nehmen.
Dafür wurden verschiedene Situationen in einem Versuchslabyrinth mit jeweils einem akustischen Signal verknüpft.
Während die Ratten schliefen, wurden diese Signale abgespielt und es gelang, die Ratten gezielt von der einen oder der anderen Situation träumen zu lassen. Anhand der gemessenen Gehirnaktivität konnte unterschieden werden, von welcher der beiden Situationen die Ratten träumten.

Der Artikel geht selbst nur wenig auf Möglichkeiten ein, bei Menschen so Träume zu beeinflussen. 
Bahnbrechend Neues bringt der Artikel für Klarträumer eigentlich nicht. Die Methode, äußere Reize als Klarheitstrigger zu verwenden gibt es etwa im Rhythm Napping oder bei Stephen LaBerges Novadreamer, der dem Träumer während der REM-Phasen rote Lichtblitze auf die Augen wirft. 
Aber trotzdem finde ich es spannend, dass diese Technik jetzt sozusagen eine wissenschaftliche Grundlage hat. 
Als eine Art Weiterentwicklung könnte man auch beginnen, Situationen im Wachleben, etwa Reality Checks, mit einem akustischen Reiz zu verbinden. Nach einigen Tagen kann man dazu übergehen, sich den akustischen Reiz in der Nacht vorzuspielen.
Prinzipiell sollte das funktionieren, man muss nur die REM-Phase erwischen, in der die intensivsten Träume stattfinden.

Nachdem man sich einige Tage auf das gewünschte akustische Signal konditioniert hat, benötigt man eine MP3 mit ca. 60-80 Minuten Stille, auf die dann ca. 10 bis 30 Minuten das Signal mehrmals ertönt.

Idealerweise hört man sich die Datei nach dem WBTB an, damit man gleich die längeren REM-Phasen am Morgen erwischt.

Man muss auch nicht zwingend einen akustischen Ton verwenden, obwohl man diesen wahrscheinlich am leichtesten umsetzen kann. Wie in der Grafik unten zu sehen, werden unterschiedliche Reize unterschiedlich stark in Träume eingebaut.
Der eigene Name scheint mir ein guter Kompromiss aus Erfolgsrate und technischem Aufwand. Möglicherweise bietet die an anderer Stelle beschriebene Vibrationsuhr noch mehr Potenzial.
Quelle


Siehe auch:
Japaner erfindet Traum-Maschine
Rhythm Napping

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