Dienstag, 2. Oktober 2012

Klartraum-Hilfsmittel: Tryptophan

Hilft Tryptophan beim Träumen und Klarträumen?
Tryptophan ist eine Aminosäure, aus der im Gehirn die Neurotransmitter Serotonin, Melatonin und Dimethyltryptamin gebildet werden. Die Konzentration dieser drei Neurotransmitter wirkt sich auf die Träume und den Schlaf im allgemeinen aus. 
Wenn vor dem Schlafengehen Tryptophan zugeführt wird, erhöht sich der Anteil des REM-Schlafs (vgl. Ernest Hartmann: The Biology of Dreaming),die Träume werden länger und besser erinnerbar. Aber meiner Erfahrung nach steigt auch der Anteil an Sex und Gewalt. Wer also zu Albträumen neigt, sollte auf dieses Hilfsmittel vielleicht eher verzichten.

Tryptophan sollte nicht in Verbindung mit Vitamin B5 eingenommen werden, da sich Tryptophan in Verbindung mit Vitamin B5 bereits im Blut zu Serotonin verbindet und somit die Blut-Hirnschranke nicht mehr passieren kann und für den Träumer wirkungslos wird.

Ebenso scheint der gleichzeitge Konsum von Tryptophan und Matcha-Tee die traumfördernde Wirkung der beiden Mittel aufzuheben.

Auch der Verzehr von Kohlehydraten bewirkt, dass vermehrt Tryptophan die Blut-Hirn-Schranke durchqueren kann, was zu einem Anstieg von Serotonin und in gewissen Situationen auch Melatonin im Gehirn führt, weshalb man von kohlehydrathaltigem Essen häufig müde wird. Jedoch führt bei manchen Menschen Essen mit hohem glykämischen Index zu unruhigen REM-Phasen und wenig erholsamem Schlaf.
Jeder Mensch reagiert anders, vielleicht bekommt der eine oder andere von einer leckeren Bananenmilch oder Kiwis süße Träume. Die beiden Früchte enthalten nicht nur Tryptophan, sondern auch Serotonin.

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