Mittwoch, 10. Oktober 2012

Klarträume verlängern: Stabilisationstechniken

Was kann man machen, wenn man gerade so schön klarträumt, aber Angst hat, aufzuwachen?
Es gibt einige Techniken, einen verblassenden Klartraum noch zu verängern: sogenante Stabilisierungstechniken.
Viele Anfänger begehen, wenn sie bemerken, dass ein Traum instabil wird, den Fehler, still zu stehen und sich möglichst wenig zu bewegen und sich zu beruhigen.
Dabei handelt es sich genau um die falsche Vorgehensweise: Wie man bei einem stotternden Motor nicht vom Gas geht, sondern im Gegenteil zurückschaltet und Gas gibt, so braucht man bei einem instabilen Traum nicht weniger, sondern mehr sinnlichen Input.

Als Anfänger sollte man sich am besten gleich angewöhnen, sofort im Moment des Klarwerdens eine Stabilisierungstechnik zu machen.

Spinning
Hierbei handelt es sich um die effektivste Stabilisierungstechnik. In Experimenten von Stephen LaBerge stellte sich heraus, dass die Spinningtechnik in 96% der Anwendungen den Klartraum verlängerte.
Spinning bedeutet, sich so schnell wie möglich im Kreis zu drehen. Durch die Aktivierung des Gleichgewichtsorgarns und die Aufmerksamkeit auf die Traumumgebung und den Traumkörper wird die REM-Phase stabil gehalten.
Spinning führt häufig zu Szenenwechseln, weswegen man sich während des Spinnens (no pun intended ;)) am besten ständig daran erinnert, dass man gerade träumt und sofort wieder einen RC zu machen, um ein falsches Erwachen zu verhindern.

Händereiben
Hierbei handelt es sich wohl um die bekannteste Stabilisierungstechnik. Das Händereiben steht dem Spinning nur wenig nach. 90% der Klarträume in LaBerges Experimenten konnten durch die Händetechnik verlängert werden.
Die Händetechnik verändert die Szene nicht, was man je nach Traum als Vorteil oder Nachteil sehen kann.

Sinneseindrücke:
Diese Stabilisierungstechnik stammt noch aus den alten Klartraumforschungen aus der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts.
So kann das Richten der Aufmerksamkeit auf verschiedene Sinne, etwa den Blick auf Hände oder den Boden zu einer Stabilisierung des Traums führen. Da der visuelle Sinn am schnellsten verblasst, empfiehlt es sich, auch die anderen Sinne miteinzubeziehen.

Siehe auch:
Prolonging Lucid Dreams by Stephen LaBerge, Ph.D.

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