Mittwoch, 17. April 2013

Wie kann ich mich tagsüber an RCs erinnern?

Die Reality Checks bzw. die Angewohnheit, die Realität kritisch zu hinterfragen sind das zentrale Thema bei der Klartraumtechnik des kritischen Bewusstseins. 

Wie kann man sich aber angewöhnen, die RCs regelmäßig zu machen. Es bringt natürlich wenig, wenn man den ganzen Tag unkritisch durch die Gegend tappt und abends vor dem Schlafengehen noch schnell mal 10 RCs macht. Besser ist, sie gleichmäßig über den Tag zu verteilen.

Das kann man sich z.B. indem man die RCs mit einem gewissen Raum verbindet, in den man täglich mehrmals geht, z.B. die Toilette. Jedes Mal, wenn man auf der Toilette war, führt man einen RC durch und denkt einen kurzen Zeitraum darüber nach, ob man gerade träumen könnte.

Gibt es Erinnerungslücken? Wirkt irgendwas merkwürdig? Passt irgendeine Person oder ein Gegenstand nicht in die Umgebung? Wie viele Finger befinden sich an der Hand? Kann man durch die geschlossene Nase atmen?

Da man je nachdem, wieviel man trinkt, mehrmals täglich auf die Toilette geht, wird es keine richtig lange Zeit geben, in der man keinen Reality Check gemacht hat.

Und dieses kritische Hinterfragen wird noch etwas nachwirken, so dass man häufiger zwischendurch mal auf die Idee kommt, zu überprüfen, ob man gerade träumt.
Irgendwann fällt einem dann auch ein, einen RC zu machen, wenn man nur an die Toilette denkt.

Soweit so gut.
Jetzt muss man aber noch bei jedem "auf-die-Toilette-Gehen" an den RC denken.

Erinnerungshilfen:
Hierbei kann man sich vielleicht noch ein paar Eselsbrücken machen, z.B. auf seiner Toilette zu Hause (oder in der Innenseite der Hose) ein Symbol für den RC anbringen oder bewusst irgendetwas verändern. Man kann z.B. die Flüssigseife auf die andere Seite des Wasserhahns stellen und jedesmal, wenn man im Alltagsbewusstsein ins Leere greift: RC!
Um die Erinnerungswirkung der Symbole zu behalten, sollte man sie ca. jede Woche ändern, sollten sie dann noch nötig sein.

Visualisierung:
Eine andere Möglichkeit besteht darin, abends vor dem Einschlafen oder an jeder beliebigen andere Zeit sich bildhaft vorzustellen, in welchen Situationen man einen RC durchführen wird.
Dabei ist unwichtig, ob man tatsächlich die Situation mit geschlossenen Augen vor sich sieht, oder ob man lediglich "weiß" oder "fühlt", wie diese Situation sein wird.
Diese Visualisierung lässt sich auch auf andere Handlungen anwenden, die man sich vorgenommen hat, aber nicht vergessen will, wie z.B. nochmal eben zum Bäcker nach der Arbeit gehen oder einen bestimmten Anruf tätigen.

Chain-RC
Diesen Begriff hat meines Wissens der Klarträumer Faiky geprägt. Die Methode des Chain-RCs ist der Visualisierungsmethode sehr ähnlich, nur dass man nach dem RC sich einen Zeitpunkt festlegt, wann man den nächsten RC machen wird. So bleibt der Gedanke an den RC die ganze Zeit im Hinterkopf aktiv.

Apps:
Sicherlich gibt es Apps für das Smartphone, die in unregelmäßigen Abständen den Anwender durch ein akustisches oder ein Vibrationssignal an einen RC erinnern. Mir ist leider keine bekannt, da ich immer noch mit einem Steinzeitknochen telefoniere. Wenn jemand eine gute App kennt, würde ich mich über einen Kommentar sehr freuen. 


Je gründlicher man die RCs macht, um so leichter fällt es auch,  sich den Tag über an die RCs zu erinnern. Neben dem Nasen- und dem Hand-RC kann man danach kurz innehalten und sich fünf Fragen über die Umgebung stellen z.B. 5 Personen oder Gegenstände ansehen und fragen, ob es logisch ist, dass sie gerade hier sind und sich so verhalten.

Siehe auch:
Die Achtsamkeit steigern
Die MILD-Technik
DILD und WILD

1 Kommentar:

  1. "Awoken-Lucid Dreaming Tool (https://play.google.com/store/apps/details?id=com.lucid_dreaming.awoken) ist ne super App dafür! :D

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