Dienstag, 28. Mai 2013

Hypnagogic Report


Der Hypnagogic Report wurde im Jahre 2010 von den Klarträumern Don Rinatos und Benita entwickelt.

Diese Technik ist eine gute Vorbereitungsübung zum WILDen , sie kann aber auch für sich alleine eine sehr interessante Erfahrung sein.

Die Hypnagogie ist dieser Zustand wenn man sich schon geistig auf den Schlaf zubewegt, aber noch nicht vollkommen eingeschlafen ist. Man beginnt, langsam zu träumen - vor den geschlossenen Augen bilden sich vereinzelt Lichteffekte oder geometrische Formen. Bei anderen beginnen lustige Körpereffekte, z.B. ein Kribbeln oder Vibrieren am Körper oder man kann auch das Gefühl haben, dass das Bett sich zu drehen beginnt.

Genau hier setzt die Technik an:

Man beginnt in einer Situation, in der man gut in den hypnagogen Zustand gelangen kann, z.B. während eines WBTBs oder wenn man sich nachmittags etwas müde fühlt und sich gerne etwas hinlegen möchte. In den Abendstunden würde ich diese Übung nicht empfehlen, weil es vorkommen kann, dass man sich danach komplett frisch, ausgeruht und munter fühlt und es für die nächsten 4 Stunden auch bleibt.

Zusätzlich braucht man noch entweder einen weiteren Teilnehmer oder eine Möglichkeit zum Aufnehmen wie ein Diktiergerät oder einen Computer mit Microphon, das man auf Aufnahme stellt und sich dann bequem hinlegt.
 
Nachdem man langsam in den Schlaf abgleitet und die ersten hypnagogen Empfindungen auftauchen, beginnt man diese detailliert zu beschreiben. Der Kniff hierbei ist es, weiter entspannt zu bleiben, trotzdem aber deutlich zu sprechen.
Dieses Verbalisieren verhindert einerseits ein zu tiefes Wegdriften in den Schlaf, andererseits verstärkt es die erlebten Empfindungen.
Ein tatsächlicher weiterer Teilnehmer bietet hierbei den Vorteil, dass er die Träumerin oder den Träumer gegebenenfalls etwas aufwecken kann oder die hypnagogen Empfindungen des Träumers in eine vorher vereinbarte Richtung lenken kann; etwa durch sanfte Ratschläge, Fragen oder Geräusche, die er macht.
Hat man keinen wohlwollenden Teilnehmer zur Hand bleibt noch die Möglichkeit zum Aufnehmen. Alleine das Wissen, dass die Stimme gehört bzw. aufgezeichnet wird, hält die Motivation hoch, deutlich und hörbar zu sprechen und nicht zu tief in den Schlaf abzugleiten.
Hat man auch das nicht zur Hand, kann man es auch zur Übung komplett ohne Hilfsmittel versuchen.

Diese Technik lässt sich auch wunderbar bei großer Müdigkeit anwenden, etwa wenn man bei guten Freunden übernachtet und schon fast die ganze Nacht gequatscht hat oder nach einer LAN-Party. Besonders dann werden sich durch die vielen flackernden Bilder, die man den Abend über gesehen hat, recht schnell hypnagoge Effekte einstellen.

1 Kommentar:

  1. Jetzt habe ich gerade hier an anderer Stelle geschrieben, dass man schon zu träumen beginnt wenn man einschläft. Mir passiert das öfter, aber geometrische Figuren, oder Lichteffekte habe ich noch nie erlebt. Es kann sein dass man schon etwas hört und dann aufschreckt, oder dass man zu fallen glaubt (kommt glaube ich häufig vor). Ich habe mich einmal bei der Traumenstehung beobachtet. Zuerst dachte ich in Wort-Gedanken wie immer, also ohne Bilder. Dann machten sich die Gedanken selbstständig und mit der Zeit verwandelten sich die Gedanken in Bilder bis schließlich eine Handlung aus Bildern entstand. Da kommen dann auch Töne dazu, also gesprochene Worte. Aber wie gesagt - das sind ganz normale Träume und keine seltsamen Effekte.

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