Dienstag, 20. Mai 2014

Kommunikation in die Traumwelt

Ist es möglich, in die Traumwelt einer schlafenden Person zu kommunizieren? Oder kann gar ein Träumer Botschaften aus seinem Traum an die Wachwelt schicken?

In seiner Masterarbeit Communication with a Sleeping Person ist Kristoffer Appel genau dieser Frage nachgegangen und hat die Möglichkeiten untersucht, wie man aus der Wachwelt mit einer träumenden Person kommunizieren kann. Die Ergebnisse sind wirklich verblüffend und haben etwas von Science Fiction.
Aber wie kann ein Träumer mit einer Person beispielsweise im Schlaflabor tatsächlich in Verbindung treten, noch während er träumt? Kristoffer Appel ist es tatsächlich gelungen, einen erfolgreichen Kontakt in beide Richtungen herzustellen.

Kommunikation in die Traumwelt

Wahrscheinlich hat es jeder schon einmal erlebt, dass Außenreize wie etwa das Ticken einer Uhr oder das verhasste Weckerklingeln in einen Traum eingebaut werden und so den Traum innerhalb gewisser Grenzen auch beeinflussen. Auf diesem Sachverhalt basieren bereits einige Geräte, die Klarträume begünstigen sollen wie das Dreamlight, der RhythmNapping-Timer oder der REMee.
Das funktioniert sogar soweit, dass über Lichtblitze oder über Töne Morsebotschaften an den Träumer geschickt werden können.

Then I saw a ticket machine (still being at the bus terminal). Suddenly there was a beeping tone, but I think it did not come from inside the ticket machine, but was "just there somehow". I was thrilled to bits. I stayed dreaming, did not awake. Still being at the bus terminal, I decoded the first message, confirmed some of the numbers, solved the math problem, and answered it back to the wake world. 4+4=8. (Seite 46)

Botschaften aus der Traumwelt

Wie schon Stephen LaBerge in seiner Veröffentlichung "Lucid dreaming verified by volitional communication during REM sleep" nachgewiesen hat, können Klarträumer mit der Außenwelt über ihre Augenbewegungen kommunizieren. Wenn der Träumer im Traum stark nach links oder rechts blickt, so kann der Versuchsleiter dies an den Augenbewegungen des schlafenden Körpers erkennen. So können Morsebotschaften übermittelt werden, indem etwa ein Blick nach links "kurz" und ein Blick nach rechts "lang" bedeutet.

Diese Studie zeigt, dass es in deutlich größerem Maßstab als bisher angenommen möglich ist, mit Träumern Botschaften auszutauschen und macht neugierig auf künftige Erkenntnisse.
 
Siehe auch:Der Novadreamer, Dreamlight und REMee
Wissenschaftler nehmen Einfluss auf die Träume von Ratten
Träume beeinflussen
Japaner erfindet Traum-Maschine

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