Dienstag, 29. Juli 2014

Klartraum-Ferienprogramm

In vielen Bundesländern fangen bald die Schulferien an oder haben bereits angefangen. Da bietet es sich doch an, vielleicht einige Klartraumtechniken zu machen, für die man während der Schul- oder Arbeitszeit nicht die Zeit findet oder die man schlecht in den Alltag unterbringt. In den Schulferien oder während des Urlaubs findet sich aber sicherlich viel freie Zeit, die man für ein intensives Klartraumtraining verwenden kann.

Das Traumtagebuch

Das Schreiben eines Traumtagebuchs ist natürlich der Klassiker. Eigentlich sollte jeder, der das Klarträumen lernen möchte, ein Traumtagebuch führen. Gerade in Zeiten, in denen man ausschlafen kann, ist meistens auch die Traumerinnerung gut, so dass sich das Traumbuch schnell mit Inhalt füllt. Wenn man das Aufschreiben der Träume noch ein wenig beschleunigen möchte, kann man zusätzlich eine Kurzschrift erlernen. Wenn man jeden Tag etwa zehn bis zwanzig Minuten Schnellschreiben übt, wird man über die Ferien ziemliche Fortschritte machen.

Das WBTB

Die Wake-Back-To-Bed-Methode ist eine sehr effektive Klartraum-Hilfstechnik. Man stellt seinen Wecker auf eine Zeit von vier bis sechs Stunden nach dem Schlafengehen, um dann für eine kurze Zeit aufzustehen. Wenn ich also um zwei Uhr ins Bett gehe, sollte der Wecker ungefähr um 6:00 bis 8:00 Uhr klingeln. Nun bleibt man für eine Zeit von 20 bis 90 Minuten wach. Was man in dieser Zeit anstellt ist einem selbst überlassen. Man könnte seine Eltern schockieren und gut gelaunt durch die Vorfreude auf den kommenden Klartraum mit ihnen frühstücken oder aber sich mit den Träumen der letzten Nacht befassen, Bücher über das Klarträumen lesen oder auch Videospiele spielen. Gerade bildgewaltige Spiele mit viel Laufen und einem Blick aus der Egoperspektive bieten sich hier an. Diese Spiele trainieren verschiedene Fähigkeiten, die für das Klarträumen wichtig sind. Man muss nur aufpassen, dass man nicht zu wach wird und anschließend wieder gut einschlafen kann.
Nach dieser wachen Zeit legt man sich wieder ins Bett oder wohin auch immer. Während des Einschlafens kann man sich fest vornehmen, einen Klartraum zu haben.
Mit ein wenig Übung gelingt es einem auch, bewusst in einen Traum einzusteigen (WILD).
Beim Einschlafen kann man sich darüber hinaus noch vornehmen, beim Aufwachen ganz still liegen zu bleiben und bewusst in den Traum, aus dem man gerade erwacht ist, wieder einzusteigen (iWILD, DEILD)

Visualisierung

Die Fähigkeit zu visualisieren verbessert die Traumerinnerung und die hypnagogen Bilder beim Einschlafen, besonders an Tagen, an denen man diese Fähigkeit stark trainiert hat. Bereits zehn Minuten tägliches Üben bewirken schon einen Unterschied. Gerade in der Wachphase oder der Einschlafphase während des WBTB ist das Visualisieren sehr hilfreich.

Kritisches Bewusstsein

Das kritische Bewusstsein ist die bekannteste Klartraumtechnik.
Während des Tages stellt man sich etwa zehn bis zwanzig Mal die Frage: „Wache ich oder träume ich?“ und überprüft den Zustand, in dem man sich befindet. Woran könnte man erkennen, dass man gerade träumt? Wenn das ein Traum wäre, woran könnte ich ihn erkennen? Weiß ich, wie ich hier hergekommen bin? Machen Personen und Gegenstände in meiner Umgebung Sinn? Wie viele Finger habe ich an der Hand?
Bei dieser Methode geht es darum, es sich anzugewöhnen, die Realität regelmäßig zu hinterfragen. Irgendwann wird das zur Gewohnheit, die man auch im Traum ausführt. Und dann erkennt man den Traum.

Wenn man diese vier Schritte und Übungen jeden Tag durchführt, wird man bereits nach kurzer Zeit bemerkenswerte Fortschritte machen. Ich würde mich freuen, wenn ihr mir eure Erfahrungen mit dem Übungsprogramm schreibt.

 

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