Mittwoch, 3. Dezember 2014

Methoden, die Neurogenese anzukurbeln

Der HighExistence-Blog hat einige Methoden zusammengestellt, wie man seine Neurogenese, also seine Bildung von neuen Nervenzellen im Gehirn, beschleunigen kann. Bis in die Neunzigerjahre wurde angenommen, dass die Anzahl der Nervenzellen im Gehirn festgelegt sei und dass sich im Laufe des Lebens keine neuen nachbilden würden. Mittlerweile wurde bei Menschen sogar bis ins hohe Alter ein Neuwachstum von Nervenzellen beobachtet.

Sport
Bewegung wie Jogging oder Intervalltraining hat einen großen Einfluss auf die Neurogenese. Sport steigert nicht nur das allgemeine Wohlbefinden, sondern erhöht auch die Level des Brain Derived Neurotropic Factors (BDNF) und des Glial Cell Derived Tropic Factors (GDNF) wie auch des Testosterons.
Saunieren
Kombiniert man die sportliche Betätigung mit Saunagängen, erhöht sich die Ausschüttung des BNDF noch zusätzlich. [5]

Ernährung
Raffinierter Zucker wirkt sich negativ auf die Neurogenese aus. Fischöle und Pflanzenöle, die reich an Omega-3-Fettsäuren sind (z.B. Hanföl), wirken sich positiv aus. Ebenso erhöht Cucurmin, der Hauptwirkstoff aus Curcuma, den GNDF-Spiegel. Ebenso die Flavonoide, etwa aus Kakao oder Blaubeeren [2]. So leiden beispielsweise ältere Menschen, die häufig mit Curry gewürzte Speisen essen, seltener an kognitiven Beeinträchtigungen [3]. In Tierversuchen zeigte Teasaponin aus grünem Tee eine Steigerung der Neurogenese bei übergewichtigen Mäusen [4]. L-Theanin, das besonders in grünem Matcha-Tee vorkommt, erhöht ebenfalls den BNDF [6].
Weiterhin gibt es Hinweise, dass eine reduzierte Kalorienzufuhr oder intermittierendes Fasten die Neurogenese aktiviert.[1]

Meditation und Yoga
Meditation hat tatsächlich Auswirkungen auf die Struktur des Gehirns. Erfahrene Meditatoren und Yoga-Praktizierende haben tatächlich das Areal des Hippocampus im Vergleich zur Normalbevölkerung vergrößert. Meditation am Abend führt zusätzlich zu vermehrter Melatonin-Ausschüttung.

Der Lebensstil
Schlaf: Langfristiger Schlafentzug reduziert das Zellwachstum im Gehirn.
Sonnenlicht: Bereits zehn Minuten Sonnenlicht haben einen positiven Effekt: Der Vitamin-D-Spiegel wird erhöht und vermehrt Serotonin und GDNF ausgeschüttet.
Sex: Erhöht das Wohlbefinden und steigert die Neurogenese (Yeah, Science Baby!)
Fasten: Bedeutet Stress für den Körper. Er reagiert mit verbesserter Gedächtnisleistung und erhötem BNDF.
Anregende Umgebung: Eigentlich selbstverständlich...

Kauen
Jahrzehntelang war Kaugummi in der Schule verboten. Auch das Kauen kurbelt die Neurogenese im Hippocampus an und sorgt somit dafür, dass sich ein altersbedingter kognitiver Abbau verzögern lässt. Ebenso zeigten Ratten, die mit weichem Futter versorgt wurden, in Versuchen kognitive Beeinträchtigungen.


Siehe auch:

Boost your brain with the japanese way of life




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