Samstag, 9. Mai 2015

Waking Fantasy Training / Dream Reliving


Im Buch „Conscious Mind – Sleeping Brain“, herausgegeben von Stephen LaBerge und Jayne Gackenbach im Jahr 1988, findet sich ein Ansatz zum Klarträumen, von dem ich so noch nie bewusst irgendwo anders gelesen hätte. Er nennt sich „Waking Fantasy Training“ bzw. "Dream Reliving".
Dieser Ansazt stammt aus der Doktorarbeit von Judith Malmud mit dem Titel „ The development of a training method for the cultivation of „lucid“ awareness in fantasy, dreams, and wakin life“ (New York University 1979).
Die Technik ist so einfach, dass es mich wundert, warum sie nicht verbreiterter und populärer ist.

Man nimmt einen beliebigen Traum, an den man sich erinnert und „durchlebt“ ihn im Wachen noch einmal als eine Art luziden Tagtraum. Man stellt sich vor, dass man klar sei und handelt im Traum dementsprechend und führt in so zu einem zufriedenstellenden Ende.

G.S. Sparrow untersuchte im Jahre 1983 eine Variation dieser Technik auf ihre Effektivität. Die Probanden stellten sich zum Einschlafen ihren letzten Traum vor und verhielten sich wie in der Technik von Judith Malmud so, als wären sie dabei klar. Sparrow nannte diese Strategie „Dream Reliving“. Seine Studie ging über den Zeitraum einer Woche. Innerhalb dieser einen Woche gelang es 25% der Teilnehmer, einen Klartraum zu bekommen. Weitere 17% der Teilnehmer erlebten einen präluziden Traum. Diese Ergebnisse sind beeindruckend.

Diese Technik lässt sich zusätzlich noch mit der Methode des kritischen Bewusstseins und mit WBTB verbinden, so dass sich die Effekte dieser drei Methoden teilweise addieren.

Siehe auch:


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