Freitag, 15. April 2016

Generationen der Klartraumtechniken

Am letzten Klartraumtreffen in Braunschweig haben wir darüber gesprochen, dass man die Klartraumtechniken sowohl zeitlich als auch thematisch in 'Generationen' unterteilen kann. Man sieht dabei sehr schön eine Entwicklung.

Die erste Generation: Traumtagebuch, Traumarbeit, Affirmation, Intention

Die erste Generation von Klarträumern im westlichen Kulturkreis, beginnend beim Marquis de Saint-Denys über Frederik van Eeden zu Carlos Castaneda und Ann Faraday verwendeten hauptsächlich diese Methoden, um Klarträume zu induzieren.


Durch eine intensive Beschäftigung mit den eigenen Träumen und einem detaillierten Aufschreiben entwickelt man über kurz oder lang eine Bewusstheit, die sich dann auch in die Träume überträgt.


Ein anderer Ansatz besteht darin, sich einfach vorzunehmen, in der Nacht einen Klartraum zu bekommen oder sich beim Einschlafen immer wieder vorzusagen: "Ich träume klar, mir wird im Traum bewusst, dass ich träume"

Die zweite Generation: Kritisches Hinterfragen

1959 entwickelte Paul Tholey noch als Student die Reflexionstechnik. Diese Methode geht davon aus, dass man im Wachleben antrainierte Gewohnheiten über kurz oder lang mit in den Traum nimmt. Der Kernaspekt besteht darin, sich täglich mehrmals zu fragen, ob man gerade träumen könnte. Diese Technik ist weit verbreitet und heute unter dem Namen DILD und kritisches Bewusstsein bekannt.

Die dritte Generation: Wake Back To Bed mit Variationen

Die Klartraumforscher Stephen LaBerge und Patricia Garfield machten die Beobachtung, dass Klarträume besonders in Nächten auftreten, in denen der Nachtschlaf unterbrochen wurde. Die Anwendung der WBTB-Methode war ein Durchbruch in den Klartraumtechniken und öffnete die Möglichkeit für eine neue Generation von Klartraumtechniken: WILD, MILD, Rhythm Napping, HILD...

Die vierte Generation: Shortcuts

Durch die zunehmende Bekanntheit des Klarträumens und der weiteren Vernetzung der Community entstanden neue Techniken, die durch die Ausnutzung kleiner Kniffe wiederum effektiver wurden. Die Technik iWILD / DEILD, die durch Michael Raduga entwickelt wurde, ermöglicht es, nach dem Aufwachen aus einem Traum durch stilles Liegenbleiben direkt in einen Klartraum zu gelangen.


SSILD von Cosmic Iron ist ebenfalls ein gutes Beispiel für diese neue Generation von Klartraumtechniken.

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