Freitag, 14. Juli 2017

Klartraum-Plausch - KTP VI: Wie gehst du mit Klartraum-Trockenphasen um bzw. überbrückst sie?

In der sechsten Ausgabe des Klartraum-Plauschs von Traumlektuere.com geht es um folgende Frage:

Wie gehst du mit Klartraum-Trockenphasen um bzw. überbrückst sie?

Zu dieser Frage fallen mir spontan einige Punkte ein. Die Gedanken sind nicht zu 100% ausgefeilt, es handelt sich eher um eine Ideensammlung, die man im Lauf der Zeit und im Dialog mit anderen verfeinern und ausarbeiten kann.

Träume und Bewusstheit generell wertschätzen

Die Übungen für den Klartraum sind häufig auch Übungen, die die Bewusstheit und die Achtsamkeit generell steigern. Man befasst sich mit den Träumen und seiner Psyche und hat dabei viele interessante Einsichten und Erkenntnisse. Die Bewusstheit für die Träume wird dadurch zwangsläufig zunehmen und es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis der nächste Klartraum kommt.

Kleinigkeiten und Zwischenschritte zum Klartraum schätzen

Nichts motiviert so sehr wie kleine Zwischenerfolge. Wenn ich nur einen vollständigen Klartraum als Erfolg ansehe, benötige ich viel mehr Durchhaltevermögen und langen Atem, als wenn ich mich durch kleine Zwischenergebnisse immer wieder motivieren kann.
Die Freude über ein erreichtes Zwischenziel erhöht nicht nur die Motivation sondern festigt auch das Gelernte.
Kleine Zwischenziele sind z.B. im Traum bewusst zu denken oder davon zu träumen, dass man jemandem vom Klarträumen erzählt.
Wenn man den Weg zum Klartraum in kleine Zwischenschritte aufteilt, bekommt man auch ein besseres Feedback, ob die gewählte Technik zielführend ist. Man kann sagen: Nach X Tagen hatte ich zwar keinen Klartraum, aber dafür 3 Falsche Erwachen und 5 präluzide Momente, in denen ich mich gewundert habe. Diese Technik scheint mir vielversprechend.

Die Botschaft hinter der Trockenphase erkennen

Man kann die Trockenphase symbolisch sehen und mit unterschiedlichen  Methoden die Botschaft dahinter suchen. Dafür eignen sich z.B. einige Übungen aus der Gestalttherapie, die Ann Faraday in Deine Träume - Schlüssel zur Selbsterkenntnis beschreibt.
Eine Idee ist z.B., sich selbst in die Lage der Trockenphase zu versetzen und dann vollkommen frei zu assoziieren. Häufig kommt man hierbei auf sehr interessante Ergebnisse, Inspirationen und Einblicke.
Ein anderer, ähnlicher Ansatz aus der Gestalttherapie ist der Dialog mit dem Leeren Stuhl.
Andere Möglichkeiten wären beispielsweise das Unzensiertes Schreiben, Reverse Engineering oder das 6 Step Reframing aus dem NLP.

Gesundheit und Lebensstil

Manchmal ist ein Blick auf den Lebensstil hilfreich. Hat sich etwas geändert? Hat man in der letzten Zeit viel Stress? Benötigt man mehr Me-Time, also Zeit für sich selbst, um zu reflektieren?
Oder lebt man ungesunder? Schlechte Ernährung und schlechter Schlaf können Entzündungsprozesse im Körper auslösen, die wiederum Schlafqualität und die Gehirnleistung weiter verschlechtern. Besonders der für das Klarträumen wichtige Präfrontale Cortex leidet am meisten darunter. Dieses Phänomen wird auch 'Brain Fog' genannt. Einen sehr guten Überblick über dieses Thema gibt das Buch Hirntuning von Dave Asprey.

Siehe auch:

Alle Beiträge zum Klartraum-Plausch
Zwischenschritte zum Klartraum

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